Berlin, Wilhelmstrasse 43 G
Montag, 14. Mai 2012 um 11:10 Uhr
Michael Brabec
Bei der Praxis der Versicherer, Grundsatzurteile der Rechtsprechung zu verhindern... "da kann einem Angst und Bange werden". Für die Rechtsprechung erscheint es wichtig, dass in bestimmten Rechtsfragen, die von Bürgern, Anwälten und Gerichten unterschiedlich gesehen werden könnten, obergerichtliche und höchstrichterliche Entscheidungen für Klarheit sorgen. Nur so dürfte gewährleistet werden können, dass sich in der Folge eine einheitliche Rechtsprechung ergibt und zum Beispiel Haftpflichtversicherer erkennen können, welcher Schadenersatz gegenüber einem Unfallopfer zu leisten wäre, wenn man es richtig machen würde. Die Versicherer müssten also an Urteilen des Bundesgerichtshofes (BGH) sehr interessiert sein, denn es ist ja ihre Aufgabe, Schäden korrekt zu regulieren. Daran interessiert sind sie aber wohl häufig nicht, und zwar genau dann, wenn das Urteil negativ für sie enden könnte. Die aus Sicht der Versicherer zu befürchtende Folge wäre ja, dass alle Zivilgerichte in Deutschland einheitlich nach der Marschroute des höchsten Zivilgerichtes urteilten, zwar dann alle Gerichte rechtlich korrekt, aber zu Lasten des Versicherers. Dann ...
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OLG Koblenz kündigt an, Berufung der Versicherung gegen Schätzung mit Schwacke und Aufschlag zurückzuweisen, dann Rücknahme der Berufung
Montag, 14. Mai 2012 um 10:45 Uhr
Michael Brabec
Nach einem Beschluss nach § 522 ZPO des 12. Zivilsenates des Oberlandesgerichtes Koblenz (Az. 12 U 233/11) nimmt die Beklagte die Berufung zurück. Aus dem Beschluss:
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ntv.de: Nach unverschuldetem Unfall nie Versicherung anrufen
Montag, 14. Mai 2012 um 10:12 Uhr
Michael Brabec
Ein aktueller Beitrag aus www.ntv.de legt Geschädigten nach einem Verkehrsunfall nahe, besonnen zu bleiben und deshalb NICHT die gegnerische Versicherung anzurufen und auch nicht die Nummer des "Zentralruf des GDV" zu wählen. Denn ...
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Handelsblatt: Zentralruf per Smartfone
Mittwoch, 16. Mai 2012 um 06:58 Uhr
Michael Brabec
Das Handelsblatt berichtet über einen neuen Service der Deutschen Kraftfahrtvesicherer: "Autounfall: Versicherungsdaten per Smartphone abfragen - Ratgeber + Service - Auto - Handelsblatt http://www.handelsblatt.com/auto/ratgeber-service/autounfall-versicherungsdaten-per-smartphone-abfragen/6605958.html" (Mledung vom 9.5.12). Geschädigten raten wir: Gehen Sie zum Anwalt, zu Ihrem Autohaus, Ihrem Sachverständigen zur Unfallbegutachtung und nehmen Sie sich Ihren Mietwagen. Lassen Sie sich nicht verleiten, ohne eigenen Anwalt auf den Versicherer des Unfallgegners zuzugehen. Es geht um Ihren Schadenersatz und dmait um Ihr Geld.
Amtsgericht Betzdorf: zweifelhafte Rechtsprechung, was tun?
Dienstag, 08. Mai 2012 um 08:40 Uhr
Michael Brabec
Das Amtsgericht Betzdorf hat mit Urteil vom 02.05.12 (Aktenzeichen 33 C 523/11) dem Mietwagenunternehmen aus abgetretenem Recht weitere 431,25 Euro Mietwagenkosten (Forderung nach zwei Verkehrsunfällen) zugesprochen. Damit blieb es jedoch fast 50% hinter der geforderten Summe zurück. Schaut man sich das Urteil an, kommen Zweifel auf, ob das es der obergerichtlichen Rechtsprechung entspricht. Zum Positiven: Die Aktivlegitimation wird bestätigt, die Abtretung der Forderung erfolgte mit einem Abtretungsformular, in welchem die Forderung vom Gericht als "bestimmbar" eingestuft wird und welches damit der BGH-Rechtsprechung aus VI ZR 260/10 genügt. Bestimmbar ist sie deshalb, weil zum Zeitpunkt der Anmietung nur die Mietwagenforderung abgetreten wurde (Anmerkung: Ideen, man müsse eine Summe eintragen oder eine Reihenfolge bilden, erscheinen nicht sinnvoll). Auch der durchschaubare Einwand des Versicherers, es bestehe überhaupt kein wirksames Mietverhältnis, wird zurückgewiesen. Denn zu einem wirksamen Vertragsschluss sei es nicht notwendig, dass eine Einigung auf einen konkreten Preis in einer bestimmten Höhe zustande kommt. Es reiche aus, dass man sich über einen bestimmbaren Preis einige. Wie sich aus den Unterlagen ergebe, wurde der "Preis laut Liste" der Klägerin zugrunde gelegt. Das reiche aus. Das Gericht schätzt den Normaltarif mit der Schwackeliste 2011 und folgt den Argumenten, warum die Fraunhoferliste nicht anwendbar ist. Was sollte in einem neuerlichen Verfahren an diesem Gericht beachtet werden? Die Schwackeliste-Automietpreisspiegel und der Fraunhofer-Mietpreissiegel sind zunächst jeweils der Versuch, einen "Normaltarif für einen Selbstzahlerkunden" zu erheben (unabhängig von Unfall oder Werkstatt). Das geht aus der Beschreibung der Methodik der Listen hervor. Das Amtsgericht Betzdort geht deshalb fehl in der Annahme, dass ein "leicht erhöhter" Preisbetrag bei Schwacke damit zu tun habe, dass die dortigen Vermieter unbekannte Kunden bedienen würden. Dieses Argument stützt den so genannten "Aufschlag für unfallbedingte Mehrleistungen", der auf die Schwacke-Werte aufzuschlagen wäre, wenn einem Geschädigten besondere Leistungen nach einem Unfall zuteil werden. Die von der Beklagten vorgelegten Internetangebote, ...
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Zum Beitrag "Teure Wortklaubereien" im KRAFTSTOFF aus April 2012
Montag, 07. Mai 2012 um 08:28 Uhr
Michael Brabec
In der 2012er Ausgabe des Kraftstoff finden alle, denen dieses Magazin zugesandt wird (9000 Exemplare), einen nach unserer Auffassung nicht der rechtlichen Sachlage entsprechenden und damit sehr bedauerlichen Beitrag auf Seite 21, den wir nicht unkommentiert lassen können. Es geht um die Formulare zur Abtretung von Mietwagenforderungen und zwei diesbezügliche Entscheidungen des Bundesgerichtshofes (Az. VI ZR 260/10 und VI ZR 143/11). Der Autor Christian Uebach steht einem Unternehmen vor und ist dessen Justiziar, welches Rechtsdienstleistungen erbringt. Trotzdem sind seine Aussagen höchst bedenklich.
Was uns nicht gefällt:
Der BGH hat mit Urteil VI ZR 260/10 zwar klargestellt, dass die ...
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Liste der Urteile der Gerichte zu Mietwagenkosten nach Unfällen aus April 2012
Donnerstag, 17. Mai 2012 um 10:17 Uhr
Michael Brabec
Urteile der Gerichte zu Mietwagenkosten nach Unfällen aus April 2012. | AG Magdeburg | 114 C 1406/11 | 15.03.12 | | RDG / UE-Tarif | | AG Dresden | 110 C 5647/11 | 23.02.12 | S+ | | | LG Krefeld | 3 S 39/10 | 07.04.11 | | Anwaltskosten | | AG Köln | 267 C 178/11 | 20.03.12 | S+ | | | LG Leipzig -Verfügung - | 04 S 658/11 | 08.03.12 | S+ / F- | | | LG Verden | 2 S 135/11 | 18.01.12 | S+ | | | AG Köln | 262 C 4/11 | 28.11.11 | S+ / F- | RDG | | AG Germersheim | 1 C 471/11 | 08.03.12 | S+ / F- | | | LG Coburg | 16 O 615/10 | 13.04.11 | Mittelwert | | ...
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BGH VI ZR 40/10 bestätigt Schätzung mit Schwacke und Fahrzeugeingruppierung nach Schwacke, grundsätzlich kein Zuschlag aufgrund Sonderausstattung
Sonntag, 29. April 2012 um 08:07 Uhr
Michael Brabec
Mit Urteil vom 27.03.2012 (Aktenzeichen VI ZR 40/10) wurde die Revision der Klägerin gegen ein Urteil des Landgericht Karlsruhe zurückgewiesen. In Streit stand die Frage, ob der Geschädigte, wenn sein - durch einen Unfall beschädigtes - Fahrzeug erhebliche Sonderausstattungen enthielt, ...
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Fairplay erlaubt, Klage abgewiesen, Berufung wahrscheinlich
Mittwoch, 25. April 2012 um 20:48 Uhr
Michael Brabec
Laut Pressestelle des LG München ist die Klage gegen das Fairplay-Konzept durch das Gericht abgewiesen worden. Man kann davon ausgehen, dass es zu einem Berufungsverfahren kommen wird.
Amtsgericht Berlin Mitte mit deutlichen Worten
Freitag, 20. April 2012 um 13:59 Uhr
Michael Brabec
Das Amtsgericht Berlin Mitte hat wieder einmal mit deutlichen Worten den Bestrebungen eines Versicherers eine Absage erteilt, Mietwagenkosten auf nahezu Nutzungsausfallniveau herunterzukürzen. Der darauf abzielende Verweis auf die Fraunhoferliste wurde zu rückgewiesen, Zitat: "... ist dieser Marktpreisspiegel keine geeignete Schätzgrundlage, da die ermittelten Werte durch "Gewichtung" schlicht manipuliert sind ...". AG Berlin-Mitte, Az. 111 C 3121/11 vom 17.04.12 Dabei hatte sich das Gericht mit der Kritik von Niemann, Yousfi, Neidhardt (siehe an anderer Stelle auf diesen Seiten) auseinander zu setzen. Die absurden Argumente des Versicherers gegen dieses Gutachten (Relevanz von Vorbuchungsfristen und Verfügbarkeitvon Fahrzeugen bei Sofortbedarf) wurden verworfen. Aus dem Vortrag der Haftpflichtversicherung wird auch noch einmal eines sehr deutlich:
Durch die immer wieder aufkommende Behauptung, die Vermieter würden keinen Normaltarif abrechnen, sondern einen "maßlos überhöhten" Unfallersatztarif, wird immer wieder der Versuch unternommen, die Beweislast umzukehren. Wenn das richtig wäre, müsste der Geschädigte nämlich beweisen, dass ihm kein anderer Vermieter zu einem günstigeren Preis ein Fahrzeug vermieten konnte. Die allermeisten Gerichte durchschauen das allerdings, aber eben leider nicht alle. Das Urteil wird in Kürze der BAV-Urteilsdatenbank eingestellt.
Datum der gerichtlichen Entscheidung zu "Fairplay"
Freitag, 13. Januar 2012 um 10:38 Uhr
Michael Brabec
Das Datum der gerichtlichen Entscheidung des Landgericht München I (Aktenzeichen 17 HKO 19193/11 ) zur Fairplay-Frage hat sich geändert. Statt des 12.04.2012 ist es der 26.04.2012 um 09:30 Uhr. Dabei geht es um die Frage, ob ein Versicherer für Haftpflichtschadenfälle Vereinbarungen mit Dienstleistern treffen darf, die letztlich zu Lasten des Geschädigten gehen können und seine Rechte verletzten könnte. weitere Informationen vom 09.09.11 unter www.bav.de/service ....
Mietwagen Schulungen für Fachanwälte Verkehrsrecht, Fortbildung gem. § 15 FAO
Dienstag, 17. Januar 2012 um 15:12 Uhr
Michael Brabec
Dem Bundesverband der Autovermieter Deutschlands e.V. ist es gelungen, für Anwälte ein Fachseminar Verkehrsrecht (Fortbildung gem. § 15 FAO) zum Thema „Die aktuelle Mietwagenrechtsprechung“ in Kooperation mit Rechtsanwältin Marita Basten, Juristische Fachseminare, Bonn und der Kanzlei, Wenning & Brix, Bonn zu organisieren.
Referent: Rechtsanwalt Ulrich Wenning (Referenz siehe ca. 30 OLG Entscheidungen auf diesen Seiten)
Das Seminar findet in statt: 06. März 2012 16.00 in Dortmund. Hilton Hotel - Anmeldung erwünscht bis 23.02.12 14. März 2012 16.00 in Hamburg, Ambassador Hotel 29.02.12 19. April 2012 16.00 in Mannheim, Rheingoldhalle 05.04.12 26. April 2012 16.00 in München, Hotel Holiday Inn München Süd 12.04.12
Das Fortbildungsseminar kann zu einem Sonderpreis von 119,00 € zuzüglich Mehrwertsteuer angeboten werden. Die anerkannte Seminardauer beträgt 4 Zeitstunden. Verbindliche Anmeldungen können ab sofort mit beigefügten Formular beim BAV entgegengenommen werden (Fax: 030/258989-99). Für Rückfragen rufen Sie uns bitte an: 030-258989-45
MRW 1-2012, Titelblatt, Beiträge als PDF
Donnerstag, 29. März 2012 um 15:19 Uhr
Michael Brabec
Die Inhalte der Mietwagenrecht§wi§§en 1-2012 entnehmen Sie bitte ...
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Urteile der Gerichte bzgl. Mietwagen März 2012
Montag, 02. April 2012 um 08:57 Uhr
Michael Brabec
Bei uns sind im März 2012 folgende Urteile eingegangen (2 mal OLG, 38 mal LG,....: | LG Mosbach | 5 S 51/11 | 15.02.12 | S+ / F- | | | LG Bonn | 8 S 152/11 | 28.02.12 | S+ | | | LG Bonn | 5 S 92/11 | 29.02.12 | S+ | | | LG Bonn | 5 S 152/11 | 29.02.12 | S+ | |
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OLG Köln 15 U 170/11 vom 20.03.2012
Freitag, 30. März 2012 um 10:38 Uhr
Michael Brabec
Die Beklagte wird zur Zahlung weiterer 6686 Euro für eine Vermietung von 133 Tagen verurteilt. Dem Geschädigten ist ein Vorwurf der Verletzung der ...
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Landgericht Stuttgart nach Zeugenvernahmen in 17 Fällen: Internetangebote sind kein substanzieller Vortrag zur Erschütterung der Schwackeliste
Donnerstag, 29. März 2012 um 08:31 Uhr
Michael Brabec
Das Landgericht Stuttgart hat am 26.03.12 unter dem Aktenzeichen 26 O 48/10 entschieden, dass dem Kläger die Restforderungen aus 17 Schadenfälllen fast vollständig zu erstatten sind. Neben Fragen der Abtretung wurde vor allem um die Verwendbarkeit der Schwackeliste gestritten. Das Gericht hat sich mit dem konkreten Vortrag der Beklagten befasst, dass die vorgelegten Internetangebote ...
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Das wahre Märchen vom gelben Kuckuck
Mittwoch, 28. März 2012 um 10:06 Uhr
Michael Brabec
am 29.03. konkretisiert... Haftpflichtversicherer scheinen an einer fairen und unproblematischen Schadenregulierung inzwischen immer weniger interessiert zu sein. Nachdem der BGH entschieden hat, dass Dienstleister aus abgetretenem Recht klagen dürfen, sofern es nur um ihre Kosten geht, werden immer neue Baustellen eröffnet. Derzeit zeichnet sich ab, dass dem Geschädigten wohl flächendeckend und systematisch pro forma ...
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Viele aktuelle Landgerichtsentscheidungen positiv
Donnerstag, 15. März 2012 um 13:06 Uhr
Michael Brabec
Aktuelle Urteile folgender Landgerichte (vor allem wegen Kosten für Mietwagen) sind beim BAV eingegangen und in der BAV-Urteilsdatenbank abrufbar: (aktualisiert am 28.03.12) LG Koblenz vom 08.03.12 – 14 S 44/11 Weder Gutachten noch vorgelegte Vergleichsangebote erschüttern Schwacke-Schätzgrundlage.
LG Mosbach vom 01.02.12 – 5 S 32/11 15.02.12 – 5 S 41/11 15.02.12 – 5 S 51/11 15.02.12 – 5 S 52/11 15.02.12 – 5 S 55/11 Erhebungen des Fraunhofer-Institutes sind nicht geeignet, die Unrichtigkeit des Schwacke-Mietpreises zu begründen. LG Bayreuth vom 15.02.12 - 12 S 102/11 Die erstgerichtliche Schätzung des Normaltarifes mittels Schwackeliste wird vom Berufungsgericht bestätigt. LG Aschaffenburg vom 02.02.12 - 23 S 147/11 Die Verwendung der Schwackeliste steht im Einklang mit der jüngeren BGH-Rechtsprechung. LG Köln vom 06.03.12 – 11 S 263/11 Anwendung des Schwacke-Mietpreisspiegels ist nicht zu beanstanden. LG Bonn vom 29.02.12 – 5 S 152/11 29.02.12 – 5 S 92/11 28.02.12 – 8 S 152/11 Aus Sicht der Kammer bestehen keine Bedenken gegen Heranziehung des Schwacke-Mietpreisspiegels. LG Stuttgart vom 28.02.12 – 23 O 204/11 Schätzung des erforderlichen Herstellungsaufwandes auf Grundlage des Schwacke- und nicht Fraunhofer-Mietpreisspiegels, Abtretung verstößt nicht gegen RDG. LG Frankenthal vom 08.02.12 – 2 S 332/11 Schadensberechnung nach Grundlage des gewichteten Mittels des Schwacke- und nicht des Fraunhofer-Mietpreisspiegels oder anderer Schätzgrundlagen wie etwa Sachverständigen-Gutachten. LG Frankenthal vom 25.01.12 – 2 S 101/11 Der Tarichter braucht weden Gutachten hinzuzuziehen, noch eine andere Schätzgrndlage als die Schackeliste anwenden. Denn lediglich allgemein gehaltenen Angriffen braucht er nicht nachzugehen. LG Frankenthal 2 S 302/11 - 14.03.2012 Abtretung ist kein RDG-Verstoß. Schätzung mit Schwacke, dagegen wurde nichts konkretes vorgetragen. Zu günstigeren Möglichkeiten ist die Beklagte beweisfällig geblieben. LG Dortmund vom 01.03.12 – 4 S 97/11 Die Kammer beruft sich auf Ermessensspielraum und schätzt weiterhin nach Schwacke mit einem Aufschlag von 20 %. LG M’gladbach vom 28.02.12 – 5 S 49/11 24.01.12 – 5 S 55/11 Tagesscharfe Abrechnung ausschließlich nach Addition von Wochen-, Dreitage- und Tagespreisen nach Schwacke-Liste abzüglich 17 % + 20 % Aufschlag. LG Köln vom 13.02.12 – 26 O 380/11 Abrechnung grundsätzlich nach Schwacke-AMS plus Nebenkosten. LG Köln vom 07.03.12 – 9 S 319/11 Erhebungen des Fraunhofer-Institutes oder Erhebung en des Dr. Y genügen nicht, durchgreifende Zweifel an der Nutzbarkeit der Schwacke-Liste zu begründen. LG Bonn vom 15.02.12 – 8 S 234/11 21.02.12 – 8 S 255/11 Die Berufungen werden zurückgewiesen. Internetangebote sind nicht mit Schwacke-Liste vergleichbar.
Aufsatz "Statistisch basierte Argumente gegen die Anwendung der Fraunhofer-Liste", SVR 12-2011
Montag, 12. Dezember 2011 um 11:35 Uhr
Michael Brabec
Im Heft 12.11 der juristischen Fachzeitschrift SVR (Strassenverkehrsrecht) ...
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Urteilsliste Mietwagen Februar 2012
Freitag, 02. März 2012 um 12:55 Uhr
Michael Brabec
Liste der Urteile der Gerichte bzgl. Mietwagen nach Unfall Februar 2012 | AG Koblenz | 163 C 1637/11 | 04.01.12 | S+ / F- | | | AG Besigheim | 7 C 202/11 | 27.01.12 | S+ / F- | RDG | | AG Bad Säckingen | 1 C 233/11 | 20.01.12 | S+ / F- | | | AG Rastatt | 20 C 113/11 | 05.01.12 | S+ | RDG | | AG Bremen | 3 C 190/11 | 25.01.12 | S+ | RDG | | LG Offenburg | 1 S 152/11 | 23.01.12 | S+ | RDG | | LG Landshut | 13 S 2446/11 | 11.01.12 | S+ / F- | |
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BGH-Urteil VI ZR 143/11 vom 31.01.12 abrufbar: Abtretungsformular des BAV für Mietwagenforderungen verwendbar
Donnerstag, 23. Februar 2012 um 11:03 Uhr
Michael Brabec
Der BGH hat sein Urteil zum Aktenzeichen VI ZR 143/11 veröffentlicht. Damit ist die Verwendbarlkeit des vom Bundesverband der Autovermieter Deutschlands e.V. seinen Mitgliedern empfohlenen Abtretungsformulares höchstrichterlich bestätigt. Die Verwendung des Formulares und Geltentmachung der Forderung bei Versicherer stellt keinen Verstoß gegen das Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG) dar, verstößt auch nicht gegen Treu und Glauben (§307 BGB) und die in dem Formular verwendete Formulierung ist nicht zu unbestimmt. Damit wird unsere Auffassung vollständig bestätigt. In Bezug auf viele andere Formulare werden immer wieder Zweifel angemeldet. Der BAV hat mit seiner Rechtszeitschrift "Mietwagenrecht§wi§§en" (MRW) und der Verbreitung unserer Rechtsauffassung vielleicht sogar erheblich dazu beigetragen, dass - Anwälte richtig vortragen konnten, - die allermeisten Instanzgerichte bereits zuvor die richtige Rechtsauffassung angewendet hatten und nun - der BGH die bestehenden Auffassung gegeneinander abwägen konnte. Die MRW ist im Urteil mehrfach zitiert (Rz. 8 und 14). Wir danken Herr Rechtsanwalt Otting für die excellente juristische Beratung des BAV. Urteil ansehen
BGH wegen § 5, Abs. 1 RDG: Az. I ZR 54/10
Dienstag, 14. Februar 2012 um 13:29 Uhr
Michael Brabec
Der erste Zivilsenat des BGH hat mit Aktenzeichen I ZR 54/10 zur Zulässigkeit rechtlicher Beratung als Nebenleistung zur Hauptleistung Finanzdienstleistung entschieden. Von hoher Bedeutung auch für die Dienstleistungen der Autovermieter ist vor allem Randziffer 24 (sinngemäß): Dabei ist im Hinblick auf die grundrechtlich geschützte Berufsausübungsfreiheit (§ 12 GG) grundsätzlich keine enge Auslegung des § 5 Abs. 1 RDG geboten (u.a. Kleine-Cosack, RDG, 2. Aufl.). Das Urteil ist der Datenbank auf dieser Seite zu entnehmen. www.urteilsdatenbank.bav.de
MRW-Highlights nun öffentlich auf der BAV-Seite.
Dienstag, 07. Februar 2012 um 14:52 Uhr
Michael Brabec
Auf Wunsch stellen wir nach und nach die besonders ausführlichen Inhalte der Mietwagenrecht§wi§§en MRW der Ausgaben ab 2009 auf der BAV-Internetseite öffentlich zur Verfügung. Damit möchten wir einen weiteren Service für alle Dienstleister bieten, die sich zunehmend in Rechtsstreitigkeiten mit Kfz-Haftpflichtversicherern befinden. Die Beitrage sind zu finden unter: www.bav.de/service/mrw.html Dort bereits der breiten Öffentlichkeit kostenlos zugänglich sind: "Informationen wegen Mischmodell." "Landgericht München: Schätzung der Mietwagenkosten." "Kürzungsquote nach dem neuen VVG." "Niemann/Yousfi/Neidhardt, Einfluss der Vorbuchungszeit auf Verfügbarkeit und Preis bei Mietwagen im Internet." "Prof. Dr. Neidhardt, Entwicklung der Internet-Mietwagenpreise." "LG Bonn, Mittelwert aus Schwacke und Fraunhofer." "OLG Köln, Anwendung der Schwackeliste, kein Verstoß gegen RDG." "OLG Stuttgart, Fraunhofer sowie Internetangebote sind keine Erschütterung von Schwacke." "Landgericht Mönchengladbach gegen Mittelwert zwischen Schwacke und Fraunhofer." "Der GDV, Fraunhofer und der Normaltarif." "Unfälle mit Gespannen aus Zugfahrzeug und Anhänger oder Auflieger." "Profi-Fuhrpark und Recht auf Anwalt." "Gutachterliche Stellungnahmen zu Mietwagenpreisen." "Nutzungsausfallentschädigung so hoch wie (angebliche) Mietwagenkosten." "Besondere (Internet-)Preise nur zu besonderen (Internet-)Bedingungen." "Der grundsätzliche Anspruch auf den Mietwagen wird immer häufiger in Frage gestellt." "Analyse statt Schlagworte, Fraunhofer im Detail hinterfragt." "Fraunhofer oder Schwacke? Keine Frage ist umstrittener." "Unmöglichkeit eines Vergleiches zwischen Fraunhofer und Schwacke."
WDR-Sendung Servicezeit: Versicherer verzögern Zahlungen
Freitag, 03. Februar 2012 um 11:35 Uhr
Michael Brabec
Der WDR berichtet regelmäßig zur Schadenregulierung von Versicherungen. Jüngst ging es um die Regulierungsdauer. Die überwiegende Rechtsprechung gibt dem Versicherer maximal 4 Wochen Zeit, so z.B. das OLG München in einer Entscheidung aus 2010: 10 W 1789/10, siehe MRW 3-2011, S. 12 f. Auszug aus dem Beitrag: "Doch immer wieder versuchen Versicherungen, die Geschädigten mit Verzögerungstaktiken hinzuhalten". Siehe Beitrag vom 01.02.12: http://www.wdr.de/tv/servicezeit/sendungsbeitraege/2012/kw05/0201/01_schadensregulierung.jsp?mid=537540
Richter behält sich Übergabe an Staatsanwaltschaft vor
Donnerstag, 02. Februar 2012 um 08:54 Uhr
Michael Brabec
Im Streit um niedrigere Stundenverrechnungssätze einer markengebundenen Fachwerkstatt am AG Berlin-Mitte (Az. 111 C 3172/10) hat eine Versicherung nun das Problem, dass der Richter es sich vorbehält, die Akte einer Schwerpunkt-Staatsanwaltschaft für Wirtschaftssachen zu übergeben. Der Vorwurf: Wahrheitswidrige Angaben in einem Haftpflichtprozess, wiederholt und systematisch, also der Verdacht auf Prozessbetrug. In den Augen der Richter ist diese Versicherung nur eine von vielen. Geschädigte werden systematisch getäuscht. Das scheint dem einen oder anderen Gericht nun zu viel zu werden, siehe Beschluss vom 25.01.2012 Den Prozess führte RA und Fachanwalt für Verkehrsrecht Umut Schleyer aus Berlin, http://www.kanzlei-schleyer.de/
Urteile Januar 2012
Mittwoch, 01. Februar 2012 um 13:51 Uhr
Michael Brabec
Neue Urteile aus Januar 2012, hier als Liste, bei Bedarf bitte anfragen. LG Chemnitz | 6 S 0252/09 | 17.10.11 | Ergänzungsgut- | achten | Kammergericht | 22 U 57/11 | 15.08.11 | AGB | Haftung Mieter | LG Nurnberg-F. | 8 S 5834/11 | 30.11.11 | S+ -17% / F- | | AG Bonn | 110 C 324/10 | 09.12.11 | S+ | RDG | AG Calw | 7 C 693/11 | 22.12.11 | S+ | | ÂG Ludwigsburg | 10 C 2661/11 | 16.12.11 | S+ / F- | Bestimmth./RDG | AG Koeln | 271 C 175/11 | 08.12.11 | S+ / F- | RDG | LG Koeln | 11 S 502/10 | 13.12.11 | S+ / F- | | AG Hattingen | 10 C 88/11 | 20.12.11 | Angebot Direktv. | | AG M’gladbach | 3 C 342/11 | 22.12.11 | Mittelwert | RDG | LG Bonn HB | 8 S 234/11 | 23.12.11 | S+ / F- | RDG | LG Bonn | 15 O 238/11 | 29.12.11 | S+ / F- | | OLG Karlsruhe | 4 U 106/11 | 16.12.11 | S+ / F- | |
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Bestellung Schwacke Mietpreisspiegel 2011
Donnerstag, 22. Januar 2009 um 15:57 Uhr
Administrator
Mit dem bereitgestellten Formular kann der aktuelle Schwacke-Mietpreisspiegel 2011 beim BAV bestellt werden...
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Vorsicht: Aktives Schadenmanagement Haftpflichtversicherung
Donnerstag, 02. Februar 2012 um 14:45 Uhr
Michael Brabec
"Wem nützt es?", diese Frage sollte man sich öfter stellen, wenn man in schwierigen Situationen klaren Kopf behalten will und auf Angebote eingehen oder diese ablehnen muss. Entweder - oder! Entweder ich kümmere mich selbst um meine Schadenregulierung und nehme mir dazu einen Anwalt und Gutachter oder ich lasse mich auf das aktive Schadenmanagement ein. Was dabei heraus kommt, sich vom Versicherer des Unfallgegners "beraten zu lassen", zeigte ein aktueller Fernsehbeitrag der Sendung WISO vom 24.01.2012: http://www.zdf.de/ZDFmediathek/hauptnavigation/startseite#/beitrag/video/1550056/Frontal21-Sendung-vom-24-Januar-2012 Entstehende Probleme sind: - Fahrzeuge sind ...
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BGH bestätigt Verwendbarkeit einer "Abtretung erfüllungshalber" in Bezug auf RDG
Dienstag, 31. Januar 2012 um 13:29 Uhr
Michael Brabec
Der Bundesgerichtshof hat nach mündlicher Verhandlung vom heutigen Tage zum Aktenzeichen VI ZR 143/11 entschieden, dass eine erfüllungshalber abgetretene Schadenersatzforderung durch einen Autovermieter gegenüber der Haftpflichtversicherung des Unfallgegners geltend gemacht werden darf. Es handelt sich dabei nicht um einen Verstoß gegen das Rechtsdienstleistungsgesetz (RDG). Denn diese Vorgehensweise ist von § 5 Abs. 1 RDG gedeckt, wenn es keinen Streit um die Haftung als solche gibt. Der Bundesverband der Autovermieter Deutschlands e.V. hat genau diese Rechtsansicht offensiv vertreten, seit das RDG am 1.7.2008 in Kraft getreten ist. Die Berufungskammer des Landgerichts Stuttgart hatte in mehreren Fällen gegenteilig und damit zu Lasten der jeweiligen Autovermieter entschieden. Eines dieser Urteile hat der BGH nun aufgehoben. Der Autovermieter hatte mit einem vom Bundesverband der Autovermieter Deutschlands e.V. für seine Mitglieder entwickelten und empfohlenen Formular gearbeitet. Mit der BGH - Entscheidung ist geklärt, dass auch die Rechtsmeinung der Landgerichte Braunschweig, Arnsberg, Konstanz, Koblenz und Giessen nicht der des BGH entspricht. Inhalt der Presseinformation: http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&Art=pm&Datum=2012&Sort=3&nr=59046&pos=0&anz=16 Weitere Informationen wegen RDG und Abtretungen: http://bav.de/service/rdg.html
BGH zur "Abtretung an Erfüllungs statt"
Montag, 30. Januar 2012 um 12:37 Uhr
Michael Brabec
Der Bundesgerichtshof entschied kürzlich, dass die Abretung an Erfüllungs statt - es ging um einen Abschleppfall - kein Verstoß gegen das RDG darstellt, da der Auftraggeber mit dieser Abtretung bezahlt und sich der Dienstleister sodann um eine eigene Angelegenheit kümmert. Das Urteil ist in der BAV-Urteilsdatenbank unter den BGH-Urteilen abrufbar. Bitte den vorstehenden Link anklicken, anmelden und vor der Suche den Haken bei BGH setzen.
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